Landhaus Bärenmühle, das Romantik Hotel am Nationalpark Kellerwald-Edersee 06455 75904 0 Anfragen
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Das Literaturfest auf den Spuren der Brüder Grimm

Hotels sind Orte der Begegnung, in der Geschichte boten sie immer wieder Stoff für große Weltliteratur. Ob Thomas Manns "Tod in Venedig", Vicki Baums "Menschen im Hotel" oder Franz Kafkas Roman "Amerika" - Hotels haben seit jeher die Phantasie der Dichter beflügelt. Warum sie also nicht als Ort nutzen, an dem Autoren ihre Werke vorstellen?

Zum zwölften Mal veranstalten wir in diesem Jahr gemeinsam mit zwei anderen Hotels und mehr als 20 Partnern den "Literarischen Frühling in der Heimat der Brüder Grimm". Längst hat sich das Festival zu einem großen Kulturereignis in der Region entwickelt,  2024 findet die Veranstaltungsreihe vom 19. bis 28. April statt. Das Festival steht diesmal unter dem Motto „Denk‘ ich an Deutschland“ und befasst sich schwerpunktmäßig mit aktuellen und historischen Krisen und Befindlichkeiten. „Mit dem Programm möchten wir anregen zum Nachdenken über Deutschland, denn das scheint uns in diesen schwierigen Zeiten dringend geboten“, sagt Festivalleiterin Christiane Kohl, die.zugleich das Romantik Hotel Landhaus Bärenmühle leitet.

Liebesunglück, Bombennächte, Gaumenfreuden, Alterslust. Dazu ein „Tatort“-Kommissar, ein orientalischer Erzähler, ein Jahrhundert-Philosoph, ein Weltbestseller und ein früherer Bundespräsident mit Bemerkungen zur aktuellen Politik – das sind Elemente, aus denen in diesem Jahr der „Literarische Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ gemixt ist.

Nach einem Preopening am 19. April mit der bekannten Schauspielerin, Autorin und Regisseurin Adriana Altaras wird das Festival am Samstag, dem 20. April, von dem preisgekrönten Schriftsteller Durs Grünbein eröffnet. Grünbein, der zunächst als Lyriker bekannt wurde und heute in Rom und Dresden lebt, stellt sein Buch "Der Komet" vor. Darin erzählt er die Geschichte einer Mitläuferin im Dresden der Nazizeit - seiner Großmutter. 

Nach der Eröffnung des Festivals startet eine literarische Intensivwoche, die ihresgleichen sucht. Da wird Meisterbiograf Rüdiger Safranski seine soeben erschienene Biograf des legendären deutsch-tschechischen Kultautors Franz Kafka vorstellen.

Die aktuellen Turbulenzen der deutschen und der internationalen Politik sind das Thema eines Gesprächs, das der frühere Bundespräsident Joachim Gauck mit der TV-Moderatorin und Literatur-Kritikerin Thea Dorn führt. Und einer der wichtigsten zeitgenössischen Autoren aus Russland, der im Berliner Exil lebende Viktor Jerofejew, stellt im Gespräch mit dem langjährigen Russland- und Polen-Korrespondenten Thomas Urban seinen neuen Roman „Der große Gopnik“ vor, der witzig-aberwitzig von der Herrschaft eines Petersburger Hinterhof-Lümmels handelt - gemeint ist kein anderer als Wladimir Putin..

Der kalendarische Zufall will es, dass ins Jahr 2024 mehrere bedeutende Jubiläen fallen, „die man nicht achtlos verstreichen lassen sollte“, wie Christiane Kohl sagt. Am 22. April, also in der Festival-Woche, jährt sich zum 300. Mal der Geburtstag des wichtigsten deutschen Philosophen, Immanuel Kant, dessen revolutionäres Denken bis in unser Grundgesetz und in die Charta der Vereinten Nationen nachwirkt. Einer der besten Kant-Kenner der Gegenwart, der Frankfurter Professor Marcus Willaschek, stellt dazu sein neues Buch vor, in dem er mit seltener Klarheit und Übersichtlichkeit die epochale Bedeutung des Königsberger Genies herausarbeitet.

Es gibt noch viele andere Veranstaltungen.Zu den prominenten Autorinnen und Autoren, die für einen Auftritt gewonnen werden konnten, zählen Terézia Mora, Anne Rabe, Bettina Musall und Jan Wagner. Der Lyriker wird seine neuesten Gedichte bei einer Lesung in einer Backstube vorstellen. Der bekannte Schauspieler und „Tatort“-Kommissar Jörg Hartmann zeigt in seinem Erinnerungsbuch aus dem Ruhrgebiet mal ganz anders als einfühlsamer Sohn und Bestseller-Autor Rafik Schami stellt neue orientalische Erzählungen vor.

Auch Schirmherr Stephan Thome ist mit von der Partie, er stellt seinen ersten Kriminalroman bei einem Lese-Dinner in der Bärenmühle vor. 

Eben dort war an einem Nachmittag im Sommer 2010 auch die Idee des Literatur-Festivals geboren worden. Nordhessen hat herrliche Landschaften, ein wunderbares Podium für anspruchsvolle Literatur - da brauchte es eigentlich nur noch ein wenig Organisation, um diese Schatzkammer der Poesie neu zu entdecken. So wurde, im Frühjahr 2012 das Literatur-Festival zum ersten Mal veranstaltet. Seither haben zahlreiche der bekanntesten deutschen Autoren, Moderatorenund Schauspieler die Bärenmühle besucht. 

 

Da philosophierte Hans Magnus Enzensberger im Frühjahr 2014 über den „wahren Luxus unseres Lebens“. Die Schauspielerin Iris Berben staunte ein Jahr später nicht schlecht, als sie die verträumte Bärenmühle besuchte - „in the middle of nowhere“ , wie sie fand. Ob Martin Walser oder Axel Hacke, Hanns-Josef Ortheil oder Peter Sloterdijk, Martin Mosebach oder Sybille Lewitscharoff, Thea DornDurs Grünbein oder Jan WagnerGiovanni Di Lorenzo oder Klaus Kinkel, Hubertus Meyer-Burckhardt oder Marianne Sägebrecht, Monika Maron oder Martina Gedeck, Walter Sittler oder Thomas Hettche. Ob Kurt Biedenkopf oder Sahra Wagenknecht – und natürlich die Schirmherren der ersten Stunde Mario Adorf und Friedrich Christian Delius wie auch ihre beiden Nachfolgenden im Schirmherr/innenamt, Iris Berben und Stephan Thome. Und natürlich auch der bekannte Literaturkritiker Denis Scheck. Sie alle nahmen und nehmen am „Literarischen Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“ teil, den jedes Jahr drei Premium-Hotels veranstalten – in the middle of nowhere, wie Iris Berben einmal sagte, gleich hinter dem tiefen Wald, in dem sich einst Hänsel und Gretel verirrten.

 

2020 und 2021 fand der Literarische Frühling trotz Corona-Pandemie statt, so las Wolfgang Büscher 2020 im herrlichen Festsaal des Arolser Residenzschlosses, 2021 folgten die weiteren Veranstaltungen, unter anderem mit Thea DornJoachim Gauck, Andrea Sawatzki, Ingo Schulze, Katerina Poladjan, Hubertus Meyer-Burckhardt und Rüdiger Safranski, mit Asfa-Wossen Asserate, Denis Scheck und dem Kinderbuchautor Oliver Scherz.

 

2022 kamen der Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Navid Kermani zum Literarischen Frühling, die Schriftstellerinnen Nino HaratischwiliJulia Franck und Katerina Poladjan, überdies Thomas Hettche, Wolfgang Büscher und der Lyriker Joachim Sartorius, der Politiker Hermann-Otto Solms sowie der Schauspieler Edgar Selge mit seinem Buch "Hast Du uns endlich gefunden". Das Motto des Literarischen Frühlings 2023 lautete "Zeit läuft! Wie schaffen wir den Wandel?"  Dabei waren unter anderem die Literaturnobelpreisträgerin Herta MüllerWolf Biermann, Iris Berben, Hubertus Meyer-Buckhardt und Mario Adorf. Wladimir Kaminer, Jury Andruchowytsch, Stephan Thome und Dorothee Röhrig

 

Und nun beginnt bald der Literarische Frühling 2024. Eines ist schon jetzt gewiss: Nirgendwo sonst kann man die Stars der Literatur-Szene so nah erleben wie beim Literarischen Frühling in der Heimat der Brüder Grimm - vor allem in der Bärenmühle.

Das Programm und weitere Informationen finden Sie unter

www.literarischer-fruehling.de 

 

 

Adriana Altaras                           Foto: Martin Walz

Adriana Altaras, Foto: Martin Walz 

Stephan Thome

Stephan Thome, Foto: Max Zerrahn

 

Durs Grünbein

Durs Grünbein, Foto: Jürgen Bauer

 

Anne Rabe

Anne Rabe, Foto: Annette Hauschild

 

Jörg Hartmann

Jörg Hartmsnn, Foto: Silvia Medina

 

Terézia Mora

Terézia Mora, Foto: Antje Berghäuser

 

Viktor Jerofejew

Viktor Jerofejew, Foto: Marlene Garwrisch

 

Rüdiger Safranski

Rüdiger Safranski, Foto: Andreas Hassiepen 

 

Joachim Gauck

Joachim Gauck, Foto: Eva-Maria Schmidt