
Von New York zur Bärenmühle
Es ist noch gar nicht so lange her, da lebte Bettina Kohl mitten in Manhattan. Sie dirigierte eine kleine Armee von Kellnern, organisierte Partys für Filmproduzenten und entwarf Lederkleidung für die New Yorker Schickeria. Praktisch von einem Tag auf den anderen gab sie ihre lärmumspülte New Yorker Wohnung auf und zog in die beschauliche Stille der Bärenmühle, wo nachts nur ein leises Bachrauschen das Ohr erfreut. Ihr Umzug geschah gleichsam aus höherer Gewalt - eine „Schwesternsache“, wie wir das nennen.
Wir, das sind drei Schwestern, die bis vor kurzem noch quer in der Welt verteilt lebten – Bettina Kohl als Lederdesignerin in New York, Christiane Kohl als Journalistin und Schriftstellerin in Rom und Katrin Poll als Pferdezüchterin in Hörem. Doch eines Tages packte uns der Wunsch, unser altes Elternhaus, die Bärenmühle, und mit ihr das idyllische Lengeltal in seiner noch weitgehend unverfälschten Urwüchsigkeit und Schönheit zu erhalten. Deshalb haben wir vor einigen Jahren begonnen, das historische Mühlengehöft behutsam und nach allen nützlichen Regeln der Baubiologie zu restaurieren.
So entstand ein geschmackvolles Landhotel, das Jahr für Jahr mehr Freunde gewinnt. Bereits in 2005 hatte uns die Zeitschrift Brigitte als Geheimtipp entdeckt, zwei Jahre später wurde die Bärenmühle vom Hotelführer „Stilguide“ zu einem der zehn schönsten Landhotels in Deutschland gekürt. Die Bärenmühle ist ein historisches Hideaway, eines jener versteckten Refugien, die sich in der lockeren Hotelkette „Culture & Castles“ zusammen gefunden haben. Zugleich legen wir großen Wert auf eine umweltfreundliche Hotelführung, weshalb wir uns auch der Viabono-Gruppe angeschlossen haben.
Mehr als ein Dutzend Zimmer, Suiten und Wohnungen stehen in dem denkmalgeschützten Anwesen zur Verfügung, das Team der Bärenmühle und die Schwestern Kohl umsorgen die Gäste mit Charme, Profession und Herzlichkeit. Drei befreundete Maler halfen, unsere historischen Räumlichkeiten mit ihren Bildern zu verschönern: Frank Suplie aus Berlin, Uwe Paduk aus Hamburg und unsere ebenfalls in Hamburg lebende Cousine Katharina Kohl, deren naturalistische Gemüseportraits „Kohl & andere Sorten“ heute im Saunahaus die Besucher erfreuen. Auch ihr Bruder Karl-Heinrich Kohl trägt zum Wohlbefinden unserer Gäste bei – der Biobauer liefert zartes Rindfleisch und hausgemachte Würste für unsere Küche. Aber auch sonst verarbeiten wir vornehmlich natürlich erzeugte Produkte aus der Region: Ob Bio-Hähnchen, Lammbraten aus dem Lengeltal oder der köstliche Ziegenfrischkäse vom Lengelhof – die Qualität und Frische kann man schmecken.
Im ehemaligen Pferdestall wurde unterdessen ein Designeratelier eingerichtet. Hier kreiert Bettina Kohl, die 2005 nach mehr als 20 Jahren Abwesenheit ins Lengeltal zurückkehrte, ihre zeitlos schicke Lederkleidung – Menusch’s Menufactory wird ihr Reich genannt, frei nach dem alten Künstlernamen der Lederdesignerin. Überdies kann man in dem kleinen Hofladen Wohn-Accessoires kaufen und andere hübsche Kleinigkeiten.
Bettina Kohls Umzug aus dem lärmenden New York in unsere beschauliche Idylle gelang übrigens ohne „Kulturschock“. Nur die zwei mitgereisten New Yorker Katzen staunen noch immer über die Umgebung: Es gibt einfach zuviel Grün im Lengeltal...
Mit herzlichem Gruß
Ihre Bärenmüllerinnen |










